Wer in Leverkusen baut, kennt die geologischen Kontraste: Während in Wiesdorf und Rheindorf die quartären Kiese und Sande der Niederterrasse dominieren, trifft man in Opladen oder Schlebusch schnell auf verwitterten Tonschiefer und Felszersatz des Rheinischen Schiefergebirges. Diese Unterschiede auf wenigen Kilometern machen eine Injektionsbemessung unverzichtbar, denn ein Pauschalrezept für den Untergrund gibt es hier nicht. Die Bayer-Stadt mit ihren 165.000 Einwohnern erstreckt sich über eine Fläche, die von Rheinaue bis zur Bergischen Heidelandschaft reicht – entsprechend variabel ist die Durchlässigkeit. Eine Korngrößenanalyse liefert die Basisparameter für das Injektionsgut, während In-situ-Durchlässigkeitsversuche die reale Wasserwegigkeit im Feld bestimmen. Beide Werte fließen direkt in die Berechnung des erforderlichen Injektionsdrucks und des Porenraums ein.
Eine sauber dimensionierte Injektion verhindert Erosionsnester im Boden und macht den Unterschied zwischen ungeplanter Setzung und präziser Gründung.
