Die DIN 18122 ist in Leverkusen mehr als eine Labornorm – sie ist der Schlüssel zum Verständnis der örtlichen Auenlehme und Hochflutablagerungen. Auf den Niederterrassen des Rheins, wo der Grundwasserspiegel im Bereich von Opladen und Wiesdorf oft nur wenige Meter unter Gelände liegt, entscheiden die Atterberg-Grenzen über die Tragfähigkeit jeder Gründung. Ein Baugrund, der bei Wasserzutritt vom halbfesten in einen weichplastischen Zustand übergeht, kann Setzungen verursachen, die weit über die Prognosen der Korngrößenanalyse hinausgehen. Unser Labor untersucht die Fließ- und Ausrollgrenze nach genormten Verfahren, um genau diese Risiken für Bauvorhaben in der 163.000-Einwohner-Stadt zu quantifizieren. Das Ergebnis ist eine belastbare Klassifikation der bindigen Horizonte, die in Leverkusen oft unter einer geringmächtigen Auffüllung anstehen.
Die Plastizitätszahl eines Leverkusener Auenlehms kann saisonal um 15 Prozentpunkte schwanken – wir ermitteln den kritischsten Wert.
