In der Rheinschiene bei Leverkusen wird auf engstem Raum verdichtet. Vor zwei Wochen standen wir an einer Baugrube nahe der Dhünn, wo der anstehende Auelehm schon bei leichtem Druck nachgab. Der Bodengutachter hatte für die geplante Sohlplatte einen Verdichtungsgrad von mindestens DPr = 98 % gefordert. Ohne eine Felddichtebestimmung wäre die Abnahme ins Leere gelaufen. Wir setzten das Sandkegelverfahren ein, weil es auf solchen bindigen Böden verlässliche Dichtewerte liefert. Die gemessene Trockendichte lag nach zwei Übergängen bei 1,82 g/cm³ – zu wenig. Erst die dritte Walzfahrt brachte die nötige Lagerungsdichte. Wer in Leverkusen baut, kennt die wechselhaften Terrassensedimente. Deshalb kombinieren wir die Dichteprüfung oft mit einer Korngrößenanalyse, um die Verdichtbarkeit des anstehenden Materials korrekt einzuschätzen.
Das Sandkegelverfahren misst die Trockendichte direkt im Feld – und nicht über Indizes. Bei der Abnahme von Tragschichten in Leverkusen liefert es den belastbaren Soll-Ist-Vergleich.
