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Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Leverkusen – Normgerechte Bestimmung der Kornverteilung

Geotechnik mit regionalem Urteilsvermögen.

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Die DIN 4022 und die aktuelle DIN EN ISO 17892-4 bilden das Fundament jeder belastbaren Bodenklassifikation in Deutschland. In Leverkusen, wo die quartären Ablagerungen des Rheins und der Wupper auf devonische Festgesteine treffen, ist die exakte Korngrößenanalyse mehr als eine Routineübung – sie entscheidet über Versickerungsfähigkeit, Frostempfindlichkeit und das Setzungsverhalten. Der Untergrund wechselt hier auf kürzester Distanz von grobkiesigen Hochflutablagerungen zu feinsandig-schluffigen Auenlehmen. Wer in Stadtteilen wie Opladen oder Wiesdorf ein Bauvorhaben plant, benötigt daher ein granulometrisches Profil, das beide Verfahren kombiniert: die klassische Siebung für die Sand- und Kiesfraktion und die Aräometer-Methode nach dem Gesetz von Stokes für den Feinanteil. Unser Labor in der Region greift dabei auf eine jahrzehntelange Erfahrung mit den typischen Terrassenschottern und Lösslehmdecken des Bergischen Landes zurück, ergänzt durch moderne Laserbeugungstechnik für eine höhere Auflösung im Schluff- und Tonbereich.

Die Kornsummenkurve ist der Fingerabdruck des Bodens – erst sie macht aus einer Baugrube eine berechenbare Konstruktion.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Die industrielle Entwicklung Leverkusens entlang der Bahntrasse Köln–Düsseldorf hat zu einer heterogenen Bebauungsstruktur geführt, bei der Altlasten und künstliche Auffüllungen keine Seltenheit sind. Gerade hier zeigt sich, dass eine reine Feldansprache nach DIN EN ISO 14688 oft nicht ausreicht. Die kombinierte Korngrößenanalyse liefert die quantitative Grundlage für die Zustandsbewertung, denn der Feinkornanteil unter 0,063 mm beeinflusst maßgeblich die Kapillarität und die Verdichtbarkeit. Für Projekte auf den ehemaligen Industriebrachen der Stadt – etwa im Chempark-Umfeld – wird die Sieblinie benötigt, um die Eignung von Recyclingmaterial als Frostschutzschicht zu beurteilen. Darüber hinaus ist die Bestimmung der Ungleichförmigkeitszahl Cu und der Krümmungszahl Cc essenziell für die Filterstabilität von Dränageschichten. Bevor ein Proctorversuch zur Ermittlung der optimalen Einbaufeuchte startet, muss die Kornverteilung bekannt sein. Ebenso hängt die Aussagekraft eines CPT-Versuchs in den sandigen Rheinsedimenten direkt von der parallel bestimmten Kornabstufung ab.
Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Leverkusen – Normgerechte Bestimmung der Kornverteilung
Technische Referenz — Leverkusen

Lokale Besonderheiten

Das Lokalklima in der Kölner Bucht mit seinen milden Wintern und hohen Sommerniederschlägen stellt besondere Anforderungen an die Dauerhaftigkeit von Erdbauwerken. In Leverkusen, wo der mittlere Grundwasserflurabstand in Rheinnähe nur wenige Meter beträgt, wird die Korngrößenanalyse zum Schlüsselinstrument für die Beurteilung des Kapillarsaums. Ein hoher Schluffanteil in den Auenböden der Dhünn kann zu drastischen Tragfähigkeitsverlusten führen, sobald der Wassergehalt die Fließgrenze erreicht. Bauherren unterschätzen oft, dass ein scheinbar standfester Boden nach Starkregen in einen breiigen Zustand übergeht, wenn der Feinkornanteil nicht korrekt erfasst wurde. Die Auswertung der Kornsummenkurve deckt diese Risiken frühzeitig auf: Liegt der Anteil der Fraktion unter 0,02 mm über 10 Prozent, ist bei Wasserzutritt mit einem ausgeprägten kohäsiven Verhalten zu rechnen, das selbst bei einer Böschungsstabilitätsberechnung die Sicherheitsfaktoren erheblich reduziert. Ohne eine belastbare Sieblinie bleibt jede Dimensionierung einer Baugrube in den wechselhaften Böden des Stadtgebiets eine Rechnung mit zu vielen Unbekannten.

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Geltende Normen

DIN EN ISO 17892-4:2017 – Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18123:2011 – Bestimmung der Korngrößenverteilung (Sedimentation), DIN 4022-1 – Benennen und Beschreiben von Boden und Fels, DIN 18196 – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Prüfverfahren SiebungDIN EN ISO 17892-4, Trocken-/Nass-Siebung
Prüfverfahren HydrometerAräometer nach Casagrande (DIN 18123)
Korngrößenbereich0.001 mm (Ton) bis 125 mm (Steine)
KennwerteUngleichförmigkeitszahl Cu, Krümmungszahl Cc
Probenmengeca. 2–5 kg (gestört), je nach Größtkorn
BodengruppeKlassifikation nach DIN 18196
Dauer Routineanalyse3–5 Werktage nach Probeneingang

Häufige Fragen

Wie viel Probenmaterial wird für eine vollständige Korngrößenanalyse in Leverkusen benötigt?

Bei kiesigen Böden, wie sie in den Rheinterrassen von Leverkusen vorkommen, sollten Sie je nach Größtkorn zwischen 3 und 8 kg Material einreichen. Für feinkörnige Auenlehme aus dem Bereich der Dhünn-Mündung reichen in der Regel 1 bis 2 kg, da der Kiesanteil entfällt. Entscheidend ist eine repräsentative gestörte Probe, die nicht durch Austrocknung verfälscht wurde.

Mit welchen Kosten muss ich für eine Sieb- und Hydrometeranalyse rechnen?

Für eine kombinierte Analyse nach DIN EN ISO 17892-4 bewegen sich die Kosten üblicherweise in einem Rahmen von €80 bis €170, abhängig vom Feinkornanteil und dem damit verbundenen Aufwand für die Sedimentation. Eine reine Siebanalyse ohne Hydrometer liegt am unteren Ende dieser Spanne.

Warum reicht eine einfache Siebung nicht aus, um den Baugrund in Leverkusen zu klassifizieren?

Die quartären Deckschichten in Leverkusen, insbesondere die Hochflutlehme, enthalten oft einen signifikanten Anteil an Schluff und Ton. Der Kornanteil unter 0,063 mm bestimmt maßgeblich die Kohäsion und das Schrumpfverhalten. Ohne Hydrometer-Analyse bleibt dieser Anteil unsichtbar, was zu einer falschen Einstufung der Frostempfindlichkeitsklasse und folglich zu teuren Bauschäden führen kann.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Leverkusen und seinem Großraum.

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