Die DIN 4022 und die aktuelle DIN EN ISO 17892-4 bilden das Fundament jeder belastbaren Bodenklassifikation in Deutschland. In Leverkusen, wo die quartären Ablagerungen des Rheins und der Wupper auf devonische Festgesteine treffen, ist die exakte Korngrößenanalyse mehr als eine Routineübung – sie entscheidet über Versickerungsfähigkeit, Frostempfindlichkeit und das Setzungsverhalten. Der Untergrund wechselt hier auf kürzester Distanz von grobkiesigen Hochflutablagerungen zu feinsandig-schluffigen Auenlehmen. Wer in Stadtteilen wie Opladen oder Wiesdorf ein Bauvorhaben plant, benötigt daher ein granulometrisches Profil, das beide Verfahren kombiniert: die klassische Siebung für die Sand- und Kiesfraktion und die Aräometer-Methode nach dem Gesetz von Stokes für den Feinanteil. Unser Labor in der Region greift dabei auf eine jahrzehntelange Erfahrung mit den typischen Terrassenschottern und Lösslehmdecken des Bergischen Landes zurück, ergänzt durch moderne Laserbeugungstechnik für eine höhere Auflösung im Schluff- und Tonbereich.
Die Kornsummenkurve ist der Fingerabdruck des Bodens – erst sie macht aus einer Baugrube eine berechenbare Konstruktion.
