Der häufigste Fehler bei Tunnelprojekten im Leverkusener Raum ist die Annahme homogener Baugrundverhältnisse. Gerade in den quartären Ablagerungen der Niederterrasse, die die Stadt prägen, wechseln sich sandige Lagen oft abrupt mit Auenlehmen ab. Wer hier ohne eine detaillierte geotechnische Analyse für Tunnel in weichem Boden plant, riskiert Setzungsdifferenzen, die den Ausbau auf Monate zurückwerfen. In unserer Erfahrung zeigen Bohrprofile entlang der Dhünn und des Rheins immer wieder, wie entscheidend eine präzise Vorerkundung ist. Ein klassischer Fall: Die oberflächennahe Steifigkeit täuscht, während in Tunneltiefe organische Linsen anstehen, die bei unzureichender Probenahme unentdeckt bleiben. Hier hilft die Kombination aus Drucksondierung und Laboranalyse, um die Gebrauchstauglichkeit des Bauwerks über 100 Jahre sicherzustellen. Ein CPT-Versuch liefert dabei ein nahezu ungestörtes Bodenprofil direkt aus dem Übergangsbereich zwischen Grobkies und Schluff – genau dort, wo in Leverkusen die meisten Überraschungen lauern.
In den Rheinterrassen von Leverkusen entscheidet die Erkennung organischer Linsen über die Gebrauchstauglichkeit des Tunnels für 100 Jahre.
