Zwischen der dicht bebauten Wiesdorfer Innenstadt und den weitläufigeren Gewerbeflächen in Rheindorf liegen geotechnisch gesehen Welten, obwohl beide Stadtteile nur wenige Kilometer voneinander entfernt sind. In Wiesdorf trifft man oft auf verdichtete, teils aufgefüllte Böden aus der Nachkriegszeit, während in Rheindorf die jüngeren Auensedimente des Rheins den Untergrund bilden – ein enormer Unterschied für jede Gründung. Genau hier setzt unsere Arbeit im Labor an: Wir führen die bodenmechanische Untersuchung durch, die das Tragverhalten und die Setzungsempfindlichkeit dieser heterogenen Schichten präzise abbildet. Die rund 166.000 Einwohner zählende Stadt Leverkusen liegt auf der Mittelterrasse des Rheins, was bedeutet, dass rollige Kiese und Sande oft von bindigen Deckschichten überlagert werden. In unserer täglichen Praxis kombinieren wir die Probenahme vor Ort mit gestuften Laborversuchen, um für jedes Bauvorhaben in Leverkusen die passenden Bodenkennwerte zu liefern. Gerade bei Hanglagen nahe der Wupper zeigt sich, dass eine standardisierte Untersuchung ohne lokale Anpassung schnell zu Fehleinschätzungen führt – deshalb setzen wir auf ein standortspezifisches Programm, das auch die Korngrössenanalyse umfasst, um die Filterstabilität und Verdichtbarkeit der anstehenden Schichten sicher zu beurteilen.
Die Mittelterrasse des Rheins liefert in Leverkusen oft einen hervorragenden Baugrund – sofern die darüber liegenden Auenlehme richtig bewertet werden.
