Die Bemessung von Verpressankern nach Eurocode 7 (DIN EN 1997-1:2014) und DIN 1054:2010 stellt in Leverkusen besondere Anforderungen. Die Stadt liegt auf den quartären Niederterrassen des Rheins, wo sandige Kiese in Wechsellagerung mit bindigen Auelehmen anstehen. Gerade im Chemiepark-Areal und entlang der Dhünn sind die Baugrundverhältnisse oft durch Auffüllungen und industrielle Vorbelastungen geprägt. Eine Bemessung rein nach Tabellenwerten kann hier zu teuren Fehleinschätzungen führen. Für eine wirtschaftliche Baugrubensicherung kombinieren wir die Ankerbemessung daher regelhaft mit einer Korngrößenanalyse der anstehenden Horizonte, um die Mantelreibung realistisch abzuschätzen. In schwierigen Lockergesteinen lässt sich die Tragfähigkeit zusätzlich durch Injektionen vor der Ankerherstellung verbessern, was bei beengten innerstädtischen Baugruben in Leverkusen oft den entscheidenden Vorteil bringt.
Ein gut bemessener Anker überträgt Lasten in tragfähige Horizonte – in Leverkusen oft 8 bis 14 Meter unter der Auelehmdecke.
